Vor 25 Jahren: Ein trauriges Jubiläum

Anschläge auf World Trade Center und Pentagon am 11.9.2001 setzen Islamismus auf Tagesordnung der Weltpolitik

Islamismus politisch bekämpfen - Pädagogische Konzepte greifen zu kurz

 

National September 11 Memorial and Museum

„Der Islamismus wurde durch die Anschläge am 11. September 2001 auf die Tagesordnung der Weltpolitik gesetzt“, erklärt Mark Unbehend vom Kompetenzzentrum Islamismus der Aktion 3.Welt Saar anlässlich des 25. Jahrestages der Terroranschläge auf das World Trade Center (WTC) und das Pentagon. „Zwar gab es auch vorher schon zahlreiche djihadistische Anschläge, aber diese waren in ihren Dimensionen mit 9/11 nicht vergleichbar und hatten nicht eine solch globale Wirkung“, so Unbehend. Das Kompetenzzentrum Islamismus wurde als direkte Folge von den Anschlägen als bundesweit einzigartiges NGO Projekt von der Aktion 3.Welt Saar gegründet. Es hat sich den Kampf gegen Islamismus als politische Aufgabe zum Ziel gesetzt. 

„Die von Osama bin Laden angeordneten Angriffe des Terrornetzwerkes Al Quaida trafen die Weltmacht USA und mit ihr den gesamten Westen sozusagen ins Herz und machten deren Verwundbarkeit deutlich“, ergänzt Unbehend. Ihr Ziel seien die liberalen westlichen Wertepostulate gewesen, sie richteten sich gegen Selbstbestimmung und aufgeklärtes Denken, gegen Juden und Jüdinnen, Christ:innen, Säkulare und nicht zuletzt gegen liberale Muslim:innen, gegen Frauen, Homosexuelle und überhaupt alle, die ein selbstbestimmtes, freies Leben anstrebten. „Wesentlich dabei ist die antisemitische Agenda der Täter, Israel und die Juden gelten als Drahtzieher der westlichen Politik“, so Unbehend.

Das in seinen globalen Auswirkungen ähnlich monströse antisemitische Pogrom vom 7. Oktober 2023 weise eine Reihe Parallelen zu 9/11 auf. Unbehend dazu: „Beide von Islamisten verübte Verbrechen wurden von Islamisten wie auch von zahlreichen ‚normalen‘ Muslimen und deren nichtmuslimischen Unterstützern begeistert gefeiert. In beiden Fällen wurde, im scheinbaren Widerspruch dazu, die islamistische Urheberschaft geleugnet, die Taten wurden verschwörungsideologisch zu False Flag-Aktionen umgedeutet, als von den USA bzw. Israel selbst inszeniert.“

Zwischen und neben diesen beiden Mega-Anschlägen habe es eine Vielzahl weiterer djihadistischer Anschläge gegeben, ruft Unbehend in Erinnerung: „Die U-Bahn-Anschläge in London (2005) und Brüssel (2016), den Anschlag auf Charlie Hebdo (2015), den Anschlag in Nizza auf der Promenade des Anglais (2016), den Anschlag auf den Breitscheidplatz-Weihnachtsmarkt (2016) und jüngst den Anschlag auf den Berliner CSD, um nur einige zu nennen, ganz zu schweigen von den weitaus zahlreicheren Anschlägen in asiatischen und afrikanischen Ländern.“

„Die Anschläge von 9/11 haben auch zu einer verstärkten Beschäftigung der Aktion 3.Welt Saar mit dem Islamismus geführt“, betont Unbehend. Dies beziehe sich auch auf den legalistischen Islamismus und auf menschenfeindliche Implikationen des „normalen“ Mainstream-Islam, deren radikalisierte Form der Djihadismus lediglich darstelle. „Mit dieser Sichtweise befinden wir uns im Gegensatz zu Parteien und vielen NGOs, die die Notwendigkeit einer politischen Herangehensweise verkennen und stattdessen beispielsweise auf pädagogische Deradikalisierungsprogramme setzen. Dabei übersehen sie, dass Djihadisten im Vorfeld sich oft unauffällig verhalten und nicht als solche zu erkennen sind“, resümiert Unbehend.

Hintergrundinformationen:

Kompetenzzentrum Islamismus:
https://www.facebook.com/KompetenzzentrumIslamismus
https://a3wsaar.de/islamismus

Broschüre „Christentum und Islam – Alles das Gleiche?“
https://blog.a3wsaar.de/aktuelles/1910

Interview zum CSD-Anschlag:
https://a3wsaar.de/neuigkeiten/interview-zum-csd-anschlag

Blogbeitrag „CSD-Anschlag: Was er mit dem Islam zu tun hat und warum Abschiebungen die Islamisten stärken“
https://blog.a3wsaar.de/beitrag/wo-die-tat-herkam

Zur antisemitischen Agenda der Täter siehe Matthias Küntzel:
https://www.ca-ira.net/verein/positionen-und-texte/kuentzel-djihad-nine-eleven/

 

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